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Russischer Konzern kommt nach Deutschland und arbeitet an Atomprojekt – „Völlig falsches Signal“

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Russischer Konzern kommt nach Deutschland und arbeitet an Atomprojekt – „Völlig falsches Signal“

Deutschland hat grünes Licht für ein umstrittenes Gemeinschaftsprojekt des französischen Unternehmens Framatome und des russischen Staatskonzerns Rosatom im niedersächsischen Lingen gegeben. Dort sollen künftig Brennelemente für Kernkraftwerke russischer Bauart hergestellt werden.

Die Entscheidung stößt auf Kritik, da mehrere Politiker und Experten vor möglichen Sicherheitsrisiken warnen. Sie befürchten, dass eine Zusammenarbeit mit dem russischen Staatsunternehmen Auswirkungen auf den Schutz sensibler Infrastruktur haben könnte.

Nach Angaben des niedersächsischen Umweltministeriums bestand jedoch keine rechtliche Grundlage, den Antrag abzulehnen. Rosatom unterliegt derzeit nicht den Sanktionen der Europäischen Union, weshalb die Genehmigung nach geltendem Recht erteilt werden konnte.

Das Ministerium erklärte zugleich, dass Mitarbeiter von Rosatom oder dessen Tochterunternehmen nur unter strengen Auflagen Zugang zur Anlage erhalten dürfen. Zudem könne die Genehmigung überprüft werden, falls künftig neue Erkenntnisse über mögliche Sicherheitsrisiken vorliegen.

Auch aus der Bundespolitik kommt Kritik. Vertreter der CDU sowie der Grünen fordern, das Vorhaben erneut zu überprüfen. Sie sehen die Zusammenarbeit mit einem russischen Staatskonzern angesichts des Krieges in der Ukraine und der aktuellen Sicherheitslage als problematisch an.

Obwohl Deutschland seine letzten Kernkraftwerke bereits 2023 abgeschaltet hat, werden in mehreren europäischen Ländern weiterhin Reaktoren sowjetischer beziehungsweise russischer Bauart betrieben. Für diese Anlagen werden spezielle Brennelemente benötigt, die künftig in Lingen produziert werden sollen.

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