Die Spannungen im Nahen Osten haben sich erneut verschärft. Bahrain und Kuwait meldeten Raketen- und Drohnenangriffe, für die sie den Iran verantwortlich machen. Gleichzeitig warnte der iranische Außenminister Abbas Araghchi vor möglichen Folgen, sollte eingefrorenes iranisches Staatsvermögen von den Vereinigten Staaten beschlagnahmt werden.
Nach Angaben kuwaitischer Behörden wurde der Grenzübergang Abdali an der Grenze zum Irak innerhalb eines Tages zweimal Ziel von Drohnenangriffen. Verletzt wurde dabei niemand, allerdings entstand Sachschaden. Nach den Einschlägen brach ein Feuer aus, das von Einsatzkräften gelöscht wurde. Der Grenzübergang blieb aus Sicherheitsgründen vorübergehend geschlossen.
Auch Bahrain berichtete von Luftalarm. Die Behörden aktivierten Warnsirenen und riefen die Bevölkerung dazu auf, Schutzräume aufzusuchen. In Kuwait wurden in der Nacht Luftabwehrsysteme in Bereitschaft versetzt, nachdem Bedrohungen aus der Luft registriert worden waren.
Großbritannien erklärte unterdessen, seine Streitkräfte seien auf mögliche Gefahren vorbereitet. Die Regierung betonte, dass das Vereinigte Königreich seine Sicherheit jederzeit gewährleisten könne und dabei eng mit den NATO-Partnern zusammenarbeite.
Aus Teheran kamen zugleich neue Warnungen. Nach Informationen der New York Times erklärten iranische Vertreter, dass weitere militärische Schritte möglich seien, falls die USA neue Angriffe auf iranisches Gebiet durchführen sollten. Offizielle Bestätigungen für entsprechende Pläne liegen jedoch nicht vor.
US-Präsident Donald Trump erklärte zuvor, mögliche Schäden an Schiffen im Persischen Golf könnten aus eingefrorenem iranischem Staatsvermögen ersetzt werden. Außenminister Araghchi kritisierte diese Überlegung scharf und warnte davor, dass eine Beschlagnahmung staatlicher Vermögenswerte einen gefährlichen Präzedenzfall schaffen würde.
Die US-Zentralkommandobehörde CENTCOM bestätigte zudem den Abschluss einer weiteren Militäraktion gegen Ziele im Iran. Nach Angaben des Militärs richteten sich die Angriffe gegen militärische Einrichtungen, Drohnenlager, Kommunikationsanlagen und weitere strategische Standorte. Ziel der Operation sei es gewesen, Bedrohungen für die internationale Schifffahrt zu verringern.






