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ÄRZTE SCHLAGEN ALARM: Bald 115.000 Patienten mehr – Praxen am Limit

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Die geplanten Änderungen bei der Krankschreibung stoßen auf deutliche Kritik von Seiten der Kassenärzte. Nach Einschätzung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung könnten die Reformen zu einer erheblichen Mehrbelastung der Arztpraxen führen und die Wartezeiten für Patienten verlängern.

Nach den Plänen der Bundesregierung soll die telefonische Krankschreibung abgeschafft werden. Außerdem sollen Arbeitnehmer bereits ab dem ersten Krankheitstag ein ärztliches Attest vorlegen.

Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, warnt, dass dadurch viele zusätzliche Arztbesuche entstehen könnten, obwohl zahlreiche Erkrankungen bislang ohne persönlichen Praxisbesuch behandelt werden konnten.

Nach Berechnungen der Ärztevertretung könnten jährlich rund 30 Millionen zusätzliche Praxisbesuche hinzukommen. Das entspräche durchschnittlich etwa 115.000 weiteren Patienten pro Arbeitstag.

Aus Sicht der Kassenärzte würde dies den organisatorischen Aufwand in den Praxen deutlich erhöhen und Kapazitäten binden, die für Patienten mit dringendem Behandlungsbedarf benötigt werden. Dadurch könnten sich Termine und Wartezeiten weiter verlängern.

Kritisch sehen die Ärzte auch weitere geplante Änderungen im Gesundheitswesen, darunter Maßnahmen zur schnelleren Vergabe von Facharztterminen. Nach ihrer Einschätzung müssten mögliche Auswirkungen auf die Versorgung in den Praxen stärker berücksichtigt werden.

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