TRUMP GREIFT SPANIEN AN: „Sie werden ein zerstörtes Land sein …“

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US-Präsident Donald Trump hat Spanien wegen seiner Haltung innerhalb der NATO und der angespannten Migrationssituation in Ceuta scharf kritisiert. In einem Interview mit GB News warnte Trump vor schwerwiegenden Folgen für das Land und erklärte, Spanien könne unter den aktuellen Entwicklungen erheblichen Schaden nehmen.

Im Mittelpunkt des Gesprächs stand unter anderem die Lage in Ceuta, der spanischen Exklave an der nordafrikanischen Küste. Ende Juli waren nach Medienberichten innerhalb kurzer Zeit Zehntausende Menschen aus Marokko in das Gebiet gelangt. Ein großer Teil kehrte später nach Marokko zurück, während Tausende zunächst in Ceuta blieben.

Die Situation führte zu erheblichen politischen Diskussionen in Spanien. Neben Fragen zur Unterbringung und Versorgung der angekommenen Menschen wurde auch über die öffentliche Sicherheit und die Belastung der örtlichen Behörden diskutiert.

Trump kritisiert Spaniens NATO-Politik

Trump verband seine Kritik an der Migrationspolitik mit einem weiteren Streitpunkt zwischen Washington und Madrid: den spanischen Verteidigungsausgaben.

„Spanien wird ein zerstörtes Land sein, und ich hatte meine eigenen Probleme mit Spanien, weil Spanien sich in Bezug auf die NATO nicht besonders gut verhält. Sie zahlen nicht das, was sie zahlen sollten. Das ist sehr bedauerlich“, sagte Trump im Interview.

Beim NATO-Gipfel 2025 in Den Haag hatten sich die Mitgliedstaaten grundsätzlich auf ein langfristiges Ziel verständigt, ihre sicherheits- und verteidigungsbezogenen Ausgaben deutlich zu erhöhen. Bis 2035 sollen insgesamt fünf Prozent der Wirtschaftsleistung für Verteidigung und damit verbundene Sicherheitsbereiche aufgewendet werden. Davon entfallen 3,5 Prozent auf klassische Verteidigungsausgaben und weitere 1,5 Prozent auf sicherheitsrelevante Investitionen.

Spanien gehörte zu den Ländern, die sich gegen eine pauschale Umsetzung dieses Ziels ausgesprochen hatten. Ministerpräsident Pedro Sánchez bezeichnete eine entsprechende Verpflichtung damals als nicht sinnvoll und argumentierte, dass Spanien seine Verpflichtungen auch mit geringeren Ausgaben erfüllen könne.

Madrid erreicht inzwischen nach eigenen Angaben das bisherige NATO-Ziel von rund zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts, lehnt jedoch eine Erhöhung auf fünf Prozent weiterhin ab.

Trump spricht auch über Großbritannien

Während des Interviews zog Trump außerdem einen Vergleich mit Großbritannien. Auch dort gebe es Probleme mit irregulärer Migration, sagte der US-Präsident. Die Situation sei seiner Ansicht nach allerdings weniger sichtbar als die jüngsten Entwicklungen in Ceuta.

Trump erklärte, er hoffe, dass andere europäische Staaten die Entwicklung genau beobachten würden. Die Bilder einer großen Zahl von Menschen, die innerhalb kurzer Zeit eine Grenze überquerten, seien außergewöhnlich, sagte er.

Die jüngsten Entwicklungen in Ceuta haben gleichzeitig eine Debatte über die rechtlichen Möglichkeiten Spaniens ausgelöst. Hintergrund sind unter anderem Entscheidungen darüber, unter welchen Voraussetzungen Migranten, die auf dem Seeweg in die spanische Exklave gelangen, nach Marokko zurückgebracht werden dürfen.

Parallel dazu verfolgt die Regierung Sánchez einen vergleichsweise offenen Kurs bei der Legalisierung von Menschen, die bereits ohne regulären Aufenthaltsstatus im Land leben.

Sánchez macht Schleuser und Desinformation verantwortlich

Der spanische Ministerpräsident sieht die Verantwortung für die jüngsten Entwicklungen unter anderem bei Schleusernetzwerken. Außerdem warf er verschiedenen Akteuren vor, über das Internet irreführende Informationen zu verbreiten und dadurch zusätzliche Migrationsbewegungen zu fördern.

Marokko wies Vorwürfe zurück, an der Entwicklung beteiligt gewesen zu sein.

Sánchez erhob zuletzt zudem Vorwürfe gegen Russland und Israel im Zusammenhang mit der Verbreitung irreführender Informationen. Beide Staaten bestritten die Anschuldigungen.

Die Migrationspolitik hat inzwischen auch innerhalb Spaniens zu Protesten geführt. In mehreren Städten gingen Tausende Menschen auf die Straße und kritisierten den Umgang der Regierung mit der Situation.

Auch in Ceuta fanden Demonstrationen statt. Teilnehmer forderten einen stärkeren Schutz der spanischen Exklave und kritisierten die Politik der Zentralregierung. Bei einigen Kundgebungen wurde zudem der Rücktritt von Ministerpräsident Sánchez verlangt.

Proteste wurden unter anderem auch aus Madrid, Barcelona und Bilbao gemeldet.

Verhältnis zwischen Trump und Sánchez bereits länger angespannt

Die jüngste Kritik ist nicht der erste Konflikt zwischen Trump und der spanischen Regierung. Bereits zuvor hatte es Meinungsverschiedenheiten über die Haltung Madrids zu internationalen Militäroperationen gegeben.

Spanien hatte darauf bestanden, seine militärischen Entscheidungen mit seiner außenpolitischen Linie sowie seinen Verpflichtungen gegenüber NATO, Vereinten Nationen und Europäischer Union in Einklang zu bringen.

Trump reagierte darauf mehrfach mit deutlicher Kritik und stellte auch die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern infrage.

Damit treffen derzeit mehrere Streitpunkte gleichzeitig aufeinander: die Migrationspolitik, Spaniens Verteidigungsausgaben und unterschiedliche Positionen bei internationalen Konflikten. Die jüngsten Aussagen Trumps dürften die ohnehin angespannten politischen Beziehungen zwischen Washington und Madrid deshalb weiter belasten.

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