Die Vereinigten Staaten haben am Montag die Sanktionen gegen den Iran für einen Zeitraum von 60 Tagen ausgesetzt. Die Entscheidung folgt auf erste Gespräche im Rahmen eines möglichen Friedensabkommens. US-Präsident Donald Trump erklärte jedoch, dass er „das tun werde, was notwendig ist“, falls sich Teheran nicht an die Vereinbarungen halte.
US-Vizepräsident JD Vance sagte, die Gespräche mit iranischen Vertretern in der Schweiz hätten eine wichtige Grundlage für eine mögliche endgültige Einigung geschaffen. Der Iran äußerte sich dagegen zurückhaltender und bestritt, dass bereits konkrete Verhandlungen über sein Atomprogramm begonnen hätten.
Weg zu einem langfristigen Abkommen
Beide Seiten wollen auf einer vorläufigen Vereinbarung aufbauen, die in der vergangenen Woche erzielt wurde. Bei Gesprächen im Schweizer Ort Bürgenstock wurde nach Angaben der Vermittler Katar und Pakistan ein Fahrplan ausgearbeitet, der innerhalb von 60 Tagen zu einer langfristigen Lösung führen soll.
Teil der Gespräche waren auch Maßnahmen zur Verringerung der Spannungen in der Region. Dazu gehören ein Mechanismus zur Beendigung der Kämpfe im Libanon zwischen Israel und der mit Iran verbündeten Hisbollah sowie eine direkte Kommunikationslinie zur Sicherung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus.
Iran darf vorübergehend Öl verkaufen
Als einer der ersten wirtschaftlichen Schritte veröffentlichte das US-Finanzministerium eine Ausnahmegenehmigung von den Sanktionen. Dadurch kann Iran vorübergehend Öl und verwandte Produkte verkaufen und Zahlungen dafür erhalten.
Die Maßnahme gilt zunächst bis zum 21. August.
Ölpreise reagieren auf Entspannung
Nach den neuen Entwicklungen nahm der Tankerverkehr durch die Straße von Hormus wieder zu. Gleichzeitig gingen die Sorgen vor weiteren Störungen auf dem Energiemarkt zurück.
Der Konflikt hatte zuvor weltweit für Unsicherheit gesorgt und die Ölpreise steigen lassen.
Nach den Signalen einer möglichen Entspannung setzten die Ölpreise ihren Rückgang fort. Bereits am Montag waren die Preise für Rohöl um rund drei Prozent gefallen.






