Bei der 22. Ausgabe des Zurich Film Festival (ZFF) kam es zu einem ungewöhnlichen Zwischenfall rund um einen Auftritt von Greta Thunberg (23). Anlässlich der Premiere des Dokumentarfilms „My Home of Wind and Sand“ sollte die schwedische Klima-Aktivistin eine Podiumsdiskussion im Kino Corso halten. Obwohl im Vorfeld alle 300 verfügbaren Plätze ausgebucht waren, erschienen tatsächlich nur rund 40 Zuhörer.
Verdacht auf gezielte Ticket-Blockade
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Kostenlose Karten rasch vergriffen: Die Tickets für die Podiumsdiskussion waren kostenlos und konnten im Kontingent von bis zu vier Karten pro Person online reserviert werden. Die Kontingente waren innerhalb kürzester Zeit vollständig erschöpft.
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Sabotage-Vorwurf: Aufgrund der extrem niedrigen tatsächlichen Besucherzahl äußerte Thunberg vor Ort den Verdacht einer gezielten Sabotageaktion. Sie vermutet, dass die Tickets absichtlich geblockt wurden, um die Veranstaltung ins Leere laufen zu lassen.
Geopolitischer Hintergrund: Der Westsahara-Konflikt
Der gezeigte Dokumentarfilm behandelt das Leben der Aktivistin Najla Mohamed-Lamin und beleuchtet die Lage im seit den 1970er-Jahren andauernden Konflikt um die Westsahara.
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Konfliktparteien: Das Königreich Marokko und die Befreiungsfront Frente Polisario beanspruchen das Territorium der ehemaligen spanischen Kolonie.
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Hintergrund der Vermutung: Thunberg äußerte die Vermutung, dass marokkanische Akteure hinter der Blockade stecken könnten, um eine öffentliche Debatte über die Menschenrechtslage und die Bedingungen in den Flüchtlingslagern in der algerischen Wüste zu verhindern.
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Stellungnahme der Veranstalter: Das Zurich Film Festival bedauerte den Leerstand der Plätze zutiefst. Eine Sprecherin betonte jedoch, dass man sich zu Mutmaßungen über eine gezielte Sabotage oder politische Hintergründe nicht äußern könne.

