Kameras aus und Mikrofon tot bei Trump!

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Eigentor bei der Helikopter-Einweihung: Wenn der Tonfeind die Mikrofone mitnimmt
Die feierliche Einweihung des neu gestalteten Hubschrauber-Landeplatzes auf dem Südrasen des Weißen Hauses sollte ein inszenierter PR-Erfolg für US-Präsident Donald Trump werden. Umrahmt von Bauarbeitern in Warnwesten und mit einer oversized goldenen Schere durchschnitt der 80-Jährige das Band – doch die Zeremonie geriet vor den Augen der Öffentlichkeit zum stummen Posse.
Bei der Live-Übertragung über den offiziellen Stream des Weißen Hauses war statt der Rede des Präsidenten lediglich das Dröhnen der Rotoren und Rauschen zu hören. Der Grund für das technische Debakel liegt in der Eskalation zwischen dem US-Präsidenten und den Medien.
Die Chronologie der Ereignisse:
  • Der Auslöser: Nach dem Ausschluss von CNN, MS NOW und POLITICO wegen angebliche „Fake News“-Berichterstattung verweigerten auch die verbliebenen großen TV-Netzwerke (ABC, CBS, NBC und Fox News) die Arbeit im rotierenden TV-Pool.
  • Keine Tontechnik vor Ort: Da üblicherweise die Fernsehteams des Press-Pools für die professionelle Richtmikrofon- und Audiotechnik bei Freiluft-Terminen sorgen, fehlte am Montag jegliche Tonabnahme auf dem Rasen.
  • Boykott der Bildmedien: Auch die Fotopool-Journalisten schlossen sich dem Protest an; Zeitungen wie die New York Times verweigerten die Verbreitung von Bildern des Termins. Even konservative Sender wie Newsmax stellten ernüchtert fest, dass das Fernbleiben der Medien-Pools zu einem direkten kommunikativen Bumerang für das Weiße Haus wurde.
Rechtliche Schritte und „Trump TV“
Während die betroffenen Medienhäuser CNN, MS NOW und POLITICO im Eilverfahren wegen der Verletzung des 1. Verfassungszusatzes (Pressefreiheit) vor Gericht ziehen, reagierte die Administration mit der eilig gestarteten Plattform „Trump TV“. Über den 24/7-Kanal sollen künftig Reden und Highlights der Regierung ohne journalistische Einordnung ausgestrahlt werden – vorausgesetzt, die Tontechnik funktioniert.

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