Eines der bekanntesten Wahrzeichen der Schweiz und das Symbol der Alpen, das 4.478 Meter hohe Matterhorn, zeigt sich Ende September 2026 in einem völlig ungewohnten Anblick: braun, karg und ohne die charakteristische Schneekappe. Aufnahmen von Webcams rund um Zermatt sorgen im Netz für Aufsehen und veranschaulichen die extremen Wetterverhältnisse dieses Jahres im Alpenraum.
Der wärmste und trockenste Sommer seit 160 Jahren
Wie das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (MeteoSchweiz) mitteilt, war der Zeitraum von April bis September 2026 schweizweit der wärmste und niederschlagswärmste seit Beginn der Aufzeichnungen vor 160 Jahren.
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Extrem hohe Nullgradgrenze: Die Nullgradgrenze verharrte über viele Wochen hinweg auf außergewöhnlicher Höhe und lag zuletzt bei rund 4.300 Metern. Dadurch fielen die wenigen Niederschläge selbst kurz vor dem Gipfel meist als Regen.
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Fehlender Neuschnee: Selbst wenn kurzzeitig Schnee fiel, taute dieser aufgrund der hohen Temperaturen umgehend wieder ab. Die steilen Felswände des Pyramidenberges erschweren zudem das Ablagern einer dauerhaften Schneedecke.
Dramatische Folgen für Umwelt und Bergsport
Experten betonen, dass der fehlende Schnee in dieser Höhe Ende September kein isoliertes Wetterphänomen ist, sondern die fortschreitende Erwärmung des Alpenraums verdeutlicht:
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Ungerüsteter Gletscherschwund: Fehlt die schützende Neuschneeschicht, sind die Gletscher der intensiven Sonneneinstrahlung direkt ausgesetzt, was das Abschmelzen massiv beschleunigt.
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Auftauender Permafrost und Steinschlag: Das Erwärmen des dauerhaft gefrorenen Bodens im Felsgestein (Permafrost) führt zu Instabilitäten. Zunehmender Steinschlag machte die Besteigung des Matterhorns im Sommer phasenweise zu gefährlich, sodass Routen zeitweise gesperrt werden mussten.
Wann wird das Matterhorn wieder weiß?
Ein stabiles Hochdruckgebiet über Südwesteuropa sorgt auch Anfang Oktober weiterhin für trockenes und mildes Wetter in den Schweizer Alpen. Meteorologen rechnen erst ab Mitte Oktober mit dem Eintreffen einer ausgeprägten Kaltfront, die wieder Schnee bis in mittlere Lagen bringen könnte. Eine dauerhafte Eindeckung für den Winter wird voraussichtlich erst im Laufe des Novembers erwartet.

