US-Präsident Donald Trump hat in einer neuen Stellungnahme auf Forderungen aus Teheran reagiert, wonach der Iran für die Schäden des jüngsten militärischen Konflikts eine Entschädigung verlangen könnte. Trump erklärte, dass eine solche Forderung bei den bisherigen Gesprächen mit iranischen Vertretern nach seiner Darstellung nie Thema gewesen sei. Gleichzeitig machte er deutlich, dass Washington nun seinerseits finanzielle Forderungen an den Iran stellen wolle.
Trump bezeichnete die iranische Forderung zunächst als „interessante Idee“ und verband sie anschließend mit einer langen Liste von Schäden und Opfern, für die seiner Ansicht nach der Iran Verantwortung übernehmen müsse.
In seiner Erklärung verwies der US-Präsident unter anderem auf Menschen, die nach seinen Angaben durch Bombenanschläge und improvisierte Sprengsätze getötet oder schwer verletzt worden seien. Dabei nannte er auch den früheren iranischen General Qasem Soleimani, dem Trump eine zentrale Rolle bei zahlreichen militärischen Aktivitäten zuschreibt.
Auch der Anschlag auf den US-Zerstörer USS Cole im Jahr 2000 wurde von Trump erwähnt. Bei dem Angriff im Hafen von Aden im Jemen kamen 17 US-Soldaten ums Leben. Trump erklärte, dass auch die Familien der Opfer in seine Forderungen einbezogen werden sollten.
Darüber hinaus sprach der Präsident von zahlreichen Menschen, die nach seiner Darstellung bei Protesten im Iran in den vergangenen Jahrzehnten getötet worden seien. Trump nannte außerdem eine Zahl von 52.000 Todesopfern im Zusammenhang mit dem jüngsten fünfmonatigen Konflikt. Diese Angaben entsprechen Trumps eigener Darstellung.
Der US-Präsident kündigte an, dass seine Forderungen künftig Bestandteil der amerikanischen Verhandlungsposition sein sollen. Er habe seine Vertreter angewiesen, das Thema bei sämtlichen weiteren Gesprächen mit Teheran konsequent anzusprechen.
Damit könnte die Frage möglicher Entschädigungszahlungen zu einem weiteren Streitpunkt in den ohnehin schwierigen Beziehungen zwischen Washington und Teheran werden. Während iranische Vertreter über mögliche Ansprüche wegen der im Krieg entstandenen Schäden sprechen, will Trump nun Gegenforderungen der Vereinigten Staaten auf die diplomatische Agenda setzen.






