Évian – Zwischen den USA und Saudi-Arabien ist es offenbar zu erheblichen Spannungen gekommen. Nach einem Bericht des Wall Street Journal soll der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman seine Teilnahme am G7-Gipfel kurzfristig abgesagt haben. Offiziell wurden Terminprobleme genannt, Medien berichten jedoch von Unstimmigkeiten über die Iran-Politik der USA.
Im Mittelpunkt der Differenzen soll eine geplante US-Militärmission gestanden haben, mit der die Schifffahrt durch die Straße von Hormus geschützt werden sollte.
Streit über Militärmission
Dem Bericht zufolge sollen die Vereinigten Staaten für die geplante Operation auf Unterstützung Saudi-Arabiens angewiesen gewesen sein. Riad habe jedoch die Nutzung seiner Militärbasen sowie Überflugrechte zunächst nicht genehmigt.
Ohne diese Unterstützung konnte die geplante Mission nach Medienberichten nicht wie vorgesehen umgesetzt werden.
Druck aus Washington
Berichten zufolge reagierte die US-Regierung darauf mit diplomatischem Druck. Demnach soll Washington unter anderem mit Einschränkungen bei militärischer Unterstützung gedroht haben.
Später hob Saudi-Arabien die Einschränkungen zwar wieder auf, dennoch sollen die Beziehungen zwischen beiden Seiten dadurch erheblich belastet worden sein.
Neue Überlegungen zur Militärpräsenz
Laut dem Bericht prüfen die Vereinigten Staaten inzwischen verschiedene Optionen für ihre Militärpräsenz in der Region.
Demnach könnte ein stärkerer Fokus künftig auf anderen regionalen Partnern liegen. Eine offizielle Bestätigung für entsprechende Pläne gibt es bislang nicht.






